Milliardengewinn

Von einer Blase zur nächsten

Milliardengewinn

Beitragvon Gammablitz » Do 4. Feb 2010, 09:37

Die Deutsche Bank verbucht für das Jahr 2009 trotz der Krise einen Gewinn nach Steuern von fünf Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 61,00.html

Die beteiligten Zocker können sich die Hände reiben. Man fragt sich auf wessen Kosten so ein Gewinn möglich ist. Der Riesengewinn stärkt die Position und Markmacht der Deutschen Bank ungemein. Ackermann kann weiter Renditen von 25 % zum Maßstab erheben und über aus seiner Sicht glorreiche Strategien fabulieren. Er wird versuchen sich unangreifbar zu machen.

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Re: Milliardengewinn

Beitragvon brussia » Do 4. Feb 2010, 10:12

Hallo Gammablitz,

die 25%ige Rendite bezieht sich lediglich auf das Eigenkapital. Da relativiert sich vieles. Wenn diese Rendite auf den Umsatz bezogen wäre, würde das den Zusammenbruch bedeuten.

Den erzielten Gewinn sehe ich vorab erst mal positiv.

Was aber viel wichtiger ist, wie ist dieser Gewinn entstanden? Das ist der Knackpunkt.

Steckt in manchen Geschäften versteckte Kinderarbeit ??? Das zu hinterfragen wäre von Bedeutung. Leider wird viel verschleiert.

Wenn z.B. die DB in Las Vegas in Spielbanken investiert und den Leuten das Geld aus der Tasche zieht, die es sowieso nur durch Spekulation erzielt haben,dann habe ich kein Problem damit.

Gruß

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Re: Milliardengewinn

Beitragvon brussia » Mi 10. Feb 2010, 12:35

Ich habe bei Wikipedia etwas über die Eigenkapitalrendite gefunden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eigenkapitalrendite

Eine Eigenkapitalrendite von 25 % würd für viele Firmen langfristig das AUS bedeuten.

Es wäre kein Geld mehr für investitionen vorhanden.

Politiker und Presse sehen natürlich nur die 25%. Da kann man sich natürlcih prächtig drüber auslassen. Wenn man nur ein wenig dahinter schaut, ist alles gar nicht so dramatisch, wie es dargestellt wird.

Gruß

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Re: Milliardengewinn

Beitragvon Gammablitz » Mi 10. Feb 2010, 15:53

Durch Aufnehmen von Fremdkapital, wenn die dafür zu leistenden Zinsen niedriger sind als die damit erwirtschafteten Zinsen, lässt sich die Eigenkapitalrendite in die Höhe treiben.

Fremdkapital steht für Verschuldung. Wenn die Zinssätze es hergeben, ist das Streben nach mehr Eigenkapitalrendite ein Anreiz sich zu verschulden. Damit wird der Blasenbildung Vorschub geleistet. Ein gewaltiges Schneeballsystem kann in Gang gesetzt werden.

So oder so im gesamten Bankensystem mit seiner Zinseswirtschaft liegt der Keim immerwährender Blasenbildung und die Masse der kleinen Leute übers Ohr zu hauen.

Auch wenn die Deutsche Bank keine Umsatzrendite von 25 % erzielt, so stellt sich doch die Frage, worin ihre Leistung besteht.

Ihre Leistung besteht darin, einer kleinen Clique abgebrühter Banker ein fürstliches Einkommen zu bescheren.

Gruß
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Re: Milliardengewinn

Beitragvon brussia » Mi 10. Feb 2010, 19:19

Hallo Gammablitz,

lass uns mal das mit der Eigenkapitalrendite vergessen. Die benötigen Selbstdarsteller, die zum Blender mutieren. Du siehst ja was in Deutschland los ist, wenn Ackermann sein Ergebnis verkündet. Alle stürzen sich drauf, aber kaum einer weiß um was es geht, wenn er die Rendite in Prozent angibt.


Wenn ich ehrlich sein soll, ich kenne die Eigenkapitalrendite in meinem Unternehmen gar nicht, weil sie unwichtig ist. Die interessiert mich gar nicht.

Es gibt Positionen in der Bilanz und in der BwA die wirklich von Wichtigkeit sind. Wenn es da nicht stimmt, dann brennt der Baum.

Das wirkliche Problem ist, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, innerhalb der Bilanz zu tricksen. Nicht nur für Banken, sondern für alle Unternehmen die bilanzieren müssen.

Nimm doch nur mal eine einfaches Autohaus. Die haben oftmals ihre Bilanzen so frisiert, indem sie den Fahrzeugbestand falsch bewertet haben. Damit retten sie sich möglicherweise für 2-3 Jahre über die Zeit, wenn sie es geschickt gemacht haben. Manche erholen sich sogar und haben dann Glück gehabt.

Für mich wäre das alles keine Basis.

Du kannst auch Waren innerhalb zweier Unternehmen, die rechtlich voneinander getrennt sind, so hin und her schieben, dass man damit die Bilanz fälscht. Das heißt, ein Warenbestand taucht zwei mal auf. Das ist dann aber Betrug. Nur merken tut es so schnell keine. Man wechselt nur das Schild an der Tür aus und hat damit zwei Firmen, aber mit nur einem Warenbestand. Na ja, das war jetzt übertrieben, so einfach ist es nicht, aber es ist schon oft in ähnlicher Form gemacht worden.

Bei den Banken sind die Bilanzierungstricks so vielfältig, dass man schon ins GRÜBELN kommt.

Schau doch nur mal im Netz unter “Banken, Bilanztricks, Bilanzbetrug“ nach, da wirst Du wahrscheinlich vom Angebot erschlagen. Denke ich mal, ich habe es jetzt nicht geprüft.

Viele Grüße

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Re: Milliardengewinn

Beitragvon brussia » Fr 12. Mär 2010, 08:52

In meinem letzten Beitrag habe ich die Bilanztricks angesprochen. In dem nachfolgenden Bericht wird deutlich, dass die Verursacher der Lehman Pleite auch noch gesetzlich geschützt werden.

Legalisierte Tricks, bedeuten vollständiges politisches Einverständnis. Glaubt denn wirklich noch jemand, dass die Macher allein nur bei den Banken sitzen???

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 36,00.html


Gruß

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